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Sonderausstellung
1.4. - 1.9. 2010
25 Jahre Ausstellungen
des A. Paul Weber-Museums Ratzeburg
- ein Rückblick!
| Die neue Sonderausstellung des A. Paul Weber-Museums in
Ratzeburg zeigt Plakate der in den Jahren 1985-2009 gelaufenen
Ausstellungen mit Werken von A. Paul Weber aber auch vielen anderen
bekannten Graphikern von Rembrandt bis Walt Disney. In weiteren fünf
Räumen des Museums sind darüber hinaus Ausschnitte aus einigen
Highlights von Weber-Ausstellungen dieser Zeit zusammengestellt. „Reineke Fuchs“ hieß eine Schau mit Federzeichnungen zur Bearbeitung der Fuchs-Fabel durch Johann Wolfgang von Goethe, die Weber 1974 in märchenhaft-amüsanter Weise anlässlich einer Buchausgabe illustriert hat. Großformatige Handzeichnungen von großer Eindringlichkeit und hoher künstlerischer Qualität zeigen in einer weiteren Abteilung die Situation Deutschlands am Ende des 2. Weltkrieges und unmittelbar danach aus der Sicht des Zeichners. Federzeichnungen wie „Der Wegweiser“ oder „Davongekommen!“ schildern die Orientierungslosigkeit, aber auch die Hoffnungen dieser Zeit. In die früheste Schaffensperiode des Künstlers, die 10er und 20er Jahre, führen zahlreiche Exlibris, kleine Marken, die man früher in Bücher klebte, um sie als sein Eigentum zu kennzeichnen. Über 200 hat Weber davon entworfen - für Freunde, Verwandte, Sammler und Liebhaber. In der Ausstellung ist eine repräsentative Auswahl der verschiedensten Stilrichtungen zu finden, daneben auch originale Entwürfe dazu. „Massenmedien“ war der Titel einer vielbeachteten Ausstellung, die A. Paul Webers Lithographien über Fernsehen und Presse zum Thema hatte. Der Bogen spannt sich hier von einer Persiflage auf die Bild-Zeitung bis hin zur bissigen Satire über Webers eigenen Erfahrungen mit Zeitungskritik. Vergnüglich hingegen sind die wie Holzschnitte der Dürer-Zeit gearbeiteten Illustrationen zu den 10 Bänden „Fastnachtsspiele“ von Hans Sachs, die Weber um 1920 schuf, wie etwa „Das Narrenschneiden“ oder „Eulenspiegel mit dem blauen Hosentuch“. In der seltenen Technik der Manul-Drucke entstand aus den Illustrationen eine Mappe von 55 Bildern. Die Ausstellungsthemen geben einen Eindruck von der Vielseitigkeit des Künstlers und waren, als sie erstmals gezeigt wurden, beim Publikum sehr beliebt. Es ergibt sich somit die Möglichkeit zu einem Wiedersehen. Die Ausstellung ist vom 1. April bis zum 1. September 2010 geöffnet, täglich, außer montags, von 10-13 und 14-17 Uhr. |
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Sonderausstellung |
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| A. Paul Weber wurde von der Presse oft als „der deutsche
Daumier“ bezeichnet und tatsächlich gibt es etliche Parallelen
zwischen ihm und dem Franzosen Honoré Daumier (1808 - 1879), der
für Weber vor allem in der Nachkriegszeit ein großes Vorbild
gewesen war. Beide arbeiteten bevorzugt mit der Lithographie und gehören mit 3000 - Daumier sogar mit 4000 - Arbeiten zu den produktivsten Künstlern in dieser graphischen Technik. A. Paul Weber besaß sogar zahlreiche Blätter von Daumier. Mit dem Franzosen verband Weber weiterhin der Bildwitz, die gesellschaftliche Satire sowie die furchtlose Zeitkritik, die sich gegen die politischen Verhältnisse ebenso wie gegen das spießige Bürgertum richtete, vor allem aber die Kunst der Karikatur, die Menschen so herrlich treffend überzeichnen und in ihren Eigenarten und Schwächen darstellen konnte. Gründe genug, im A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg eine Sonderausstellung mit über 100 Werken Daumiers aus einer Privatsammlung zu zeigen. Zu sehen ist ein Querschnitt durch das lithographische Werk des französischen Karikaturisten, der seine Lithographien fast ausschließlich in den satirischen Zeitschriften „La Caricature“ und „Charivari“ veröffentlichte. Die von Charles Philipon gegründete satirische Zeitschrift „La Caricature“ erschien von 1830 bis 1835 in 251 Ausgaben. Ab August 1832 wurde eine Sonderausgabe gedruckt, deren Erlös dazu diente, die hohen Gerichtskosten zu decken, die durch endlose Klagen seitens der Regierungsorgane entstanden. 1832 veröffentlichte Charles Philipon ein weiteres Blatt: „Le Charivari“. Das Wort bedeutet etwa „unmelodiöse, laute Musik“. Die vierseitige Zeitung erschien täglich und jede Ausgabe enthielt eine Lithographie auf Seite 3, die vierte (die Rückseite) war mit Text bedruckt, was den Druckvorgang erschwerte, denn die Lithographie war ein Flachdruck vom Lithographiestein, während der Text im Hochdruckverfahren gedruckt wurde. Über 40 Jahre veröffentlichte Daumier dort annähernd 4000 Lithographien und 1000 Holzstiche. Die Arbeit wurde schlecht bezahlt. Fast jede Woche bearbeitete er 5 lithographische Steine, auf die er direkt zeichnete. In der Druckerei entstanden 2-3 Probedrucke. Die Textzeilen wurden separat gedruckt und nicht von Daumier, sondern von einem Journalisten verfasst, der häufig nachfragen musste, was mit dem Bild gemeint war. Nach der Bewilligung des staatlichen Zensors konnte der Druck beginnen. Da die Auflage hoch war (oft 3000 Exemplare), musste schnell gearbeitet und die Steine „umgedruckt“ werden, sodass man von mehreren Druckträgern gleichzeitig drucken konnte. Daumier arbeitete zunächst als Laufbursche bei einem Gerichtsvollzieher und nahm später Unterricht bei einem Maler. Neben seinen Karikaturen schuf er auch Gemälde und Skulpturen. Genötigt durch die finanzielle Notlage seiner Familie tritt er in eine Lithographiewerkstatt ein und entwirft Vignetten und Buchtitel für verschiedene Verleger. Philipon, der Begründer der satirisch-oppositionellen Zeitschrift „La Caricature“, stellt Daumier als ständigen Mitarbeiter an. Wegen des Blattes „Gargantua“, das den König Louis-Philippe karikiert, wird Daumier wegen Majestätsbeleidigung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Ständig hat er unter der Pressezensur zu leiden. In solchen Phasen zeichnete er satirisch das Alltagsleben der Pariser Spießbürger. Trotz seiner unglaublichen Produktivität verarmt der Künstler. Der Staat zahlt ihm nur eine kleine Rente. Der berühmte Maler Corot kauft das Haus, in dem Daumier wohnt, und schenkt es ihm. Die Ausstellung ist vom 10. September bis 30. November 2010 täglich, außer montags, von 10-13 und 14-17 Uhr geöffnet. Zur Eröffnung am 10.September um 20 Uhr spricht Museumsleiter Dr. Klaus J. Dorsch. Außerdem wird der Druck einer Lithographie in der Werkstatt erläutert und vorgeführt. |
| 6.4.86 - 11.5.86 | A. Paul Weber und die Medizin |
| 5.9.86 - 13.10.86 | A. Paul Weber: Narrenspiegel |
| 17.10.86 - 17.11.86 | F. K. Waechter: Satirische Graphik |
| 26.4.87 - 24.5.87 | A. Paul Weber: Kritische Graphik. Massenmedien |
| 13.6.87 - 2.8.87 | A. Paul Weber: Musikalisches. Heitere und kritische Graphik |
| 27.8.87 - 19.10.87 | A. Paul Weber: Exlibris |
| 22.10.87 - 22.11.87 | Tomi Ungerer: Satirische Graphik |
| 9.4.88 - 19.6.88 | A. Paul Weber: Schachspieler |
| 24.6.88 - 30.8.88 | A. Paul Weber: Eulenspiegel und Narren |
| 30.9.88 - 30.10.88 | Heinrich Zille: Handzeichnungen u. Druckgraphik |
| 1.11.88 - 15.2.89 | Hommage für A. Paul Weber (zum 95. Geburtstag) Gerhard Kurt Müller, Rolf Münzner, Baldwin Zettl, Karl-Georg Hirsch |
| 2.4.89 - 10.5.89 | A. Paul Weber und Ernst Niekisch. Zwischen den Stühlen |
| 19.5.89 - 19.6.89 | Peter Sylvester: Ohnmenschliches |
| 29.9.89 - 5.11.89 | Paul Flora: Zeichnungen 1972 - 1986 |
| 22.4.90 - 24.6.90 | A. Paul Weber: Broterwerb - Gebrauchsgraphik |
| 29.6.90 - 7.10.90 | A. Paul Weber: Tierleben |
| 18.10.90 - 1.3.91 | Borislav Sajtinac: Kreuz & Quer |
| 26.3.91 - 15.9.91 | A. Paul Weber: Meisterwerke der Lithographie |
| 26.9.91 - 3.11.91 | Francisco Goya: Der graphische Zyklus:
Die Schrecken des Krieges |
| 1.3.92 - 24.5.92 | A. Paul Weber: Neuerwerbungen |
| 2.6.92 - 30.8.92 | Reineke Fuchs. Illustrationen von A. Paul Weber |
| 11.9.92 - 25.10.92 | Wilhelm Busch |
| 8.11.92 - 1.2.93 | G. Constantinescu |
| 13.2.93 - 1.4.93 | A. Paul Weber-Förderpreis I : Anja Mörke |
| 18.4.93 - 23.5.93 | A. Paul Weber: Britische Bilder |
| 1.6.93 - 20.8.93 | Von Callot bis Loriot |
| 1.9.93 - 27.2.94 | Es ist 5 nach 12! Graphische Gedanken von A. Paul Weber |
| 8.4.94 - 22.5.94 | Totentanz. Graphiken aus der Sammlung der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf und des A. Paul Weber-Museums |
| 16.6.94 - 1.9.94 | A. Paul Weber und Alfred C. Toepfer |
| 15.9.94 - 23.10.94 | Günter Grass: Radierungen |
| 11.2.95 - 9.4.95 | A. Paul Weber-Förderpreis II: Matthias Beckmann |
| 13.4.95 - 20.8.95 | Wir sind übern Berg Das Ende des 2. Weltkrieges in Graphiken A. Paul Webers |
| 12.9.95 - 1.11.95 | Gertrude Degenhardt: Vagabondage ad Mortem |
| 2.4.96 - 16.6.96 | A. Paul Webers Arbeiten für den Simplicissimus |
| 26.6.96 - 15.9.96 | Käthe Kollwitz: Werke aus der Sammlung
ihrer Freundin Beate Bonus-Jeep |
| 27.9.96 - 1.11.96 | Walter Hanel: Zeichnungen und Karikaturen 1970 - 1995 |
| 18.1.97 - 16.2.97 | Klaus Staeck: Plakate |
| 19.2.97 - 22.3.97 | A. Paul Weber-Förderpreis III: Gottfried Müller |
| 24.3.97 - 30.6.97 | Menschen wie Du und Er. Die skurrilsten Typen des A. Paul Weber |
| 18.7.97 - 30.9.97 | Rolf Münzner: Das druckgraphische Werk |
| 24.10.97 - 10.12.97 | Friedhelm-Maria Leistner: Böses und Blaues |
| 1.2.98 - 1.5.98 | A. Paul Weber: Das liebe Geld. Sonderausstellung 50 Jahre Währungsreform |
| 13.5.98 - 13.7.98 | Karl-Georg Hirsch: Graphik |
| 29.7.98 - 15.9.98 | Deutschlandbilder: Das wiedervereinigte Deutschland in der Karikatur des europäischen Auslandes |
| 30.9.98 | Feierstunde 25 Jahre Kreismuseen |
| 5.2.99 - 21.3.99 | A. Paul Weber-Förderpreis IV: Peter Engel |
| 1.4.99 - 27.6.99 | Vom Wohnzimmer ins Museum. Werke von A. Paul Weber aus Privatsammlungen |
| 9.7.99 - 14.9.99 | Die Würde des Menschen ist unantastbar. Bilder von A. Paul Weber zu Aussagen des Grundgesetzes |
| 24.9.99 - 31.10.99 | Horst Haitzinger |
| 30.4.00 - 3.9.00 | Von Knigge bis Münchhausen: Buchillustrationen von A.Paul Weber |
| 8.9.00 - 8.10.00 | Rembrandt: Radierungen |
| 9.2. - 1.4.01 | A. Paul Weber-Förderpreis V: Nn. Max Vonnessamieh |
| 11.4.- 19.8.01 | A. Paul Weber. Neue Geschichten vom alten Fuchs |
| 31.8.- 28.10.01 | Satire aus dem Sommerpalais Greiz |
| 1.2.- 1.6.02 | Gesundheit! Medizinkritisches und Homöopathisches von A. Paul Weber |
| 6.9.- 24.11.02 | H.C.Koglin: Positionen. Bildkästen und Objekte |
| 14.2. - 10.4.03 | 10 Jahre A. Paul Weber-Förderpreis für Karikatur & Kritische Graphik Ausstellung der bisherigen Preisträger/innen |
| 15.4. - 31.8.03 | A. Paul Weber: Von Großmäulern und Kleingeistern |
| 26.4.03 | Vorstellung der neuen Weber-Biographie (Dorsch / Schumacher) |
| 5.9. - 30.11.03 | Rainer Ehrt: Satirische Graphik,
Zeichnungen und Künstlerbücher |
| 18.4. 13.6.04 | Komm - wir spielen ein Partiechen...!
Schachspieler von A. Paul Weber |
| 25.6. 26.9.04 | Hans-Georg Rauch: Graphik. Ursula Rauch:
Keramische Skulpturen |
| 24.3. 1.9.05 | Die Figur des Todes im Werk A. Paul Webers |
| 27.9. 11.12.05 | Walt Disneys größte Zeichner: Carl Barks, Al Taliaferro, Floyd Gottfredson |
| 10.2. 9.4.06 | A. Paul Weber-Förderpreis VI: Susanne Theumer |
| 23.4. 20.8.06 | A. Paul Weber: Illustrationen zu Grimmelshausen |
| 1.9. 10.12.06 | Alfred Kubin: Lithographien und Handzeichnungen |
| 3.4. 12.8.07 | Webers Tierleben. Possierliche und satirische Graphiken von A. Paul Weber |
| 24.8. 4.11.07 | Peter F. Piening: Welt im Gehäuse. |
| 19.3. - 22.8.08 | Hoppla Kultur! Zitate von Bertolt Brecht bis Robert Lembke zu Bildern von A. Paul Weber |
| 5.9.- 28.10.08 | John Ross. Englische satirische Graphik und Malerei |
| 1.3. - 1.9.09 | A. Paul Weber: Lärm und Stille |
| 18.9. - 9.11.09 | Felix Gephart Satirische Graphik |
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