Schachspieler |
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| Das Motiv der Schachspieler hat Weber über einen langen Zeitraum hinweg
immer wieder aufgegriffen und zu einem "Schachspiel der Weltgeschichte" (G.
Nicolin) ständig neu variiert. Schach - das ist Spiel, aber auch Kampf; ein Messen der
geistigen Kräfte, das geeignet ist, dialektische Gegensätze anschaulich zu machen. Dem
Künstler bietet sich die Möglichkeit, die verschiedensten Typen und Charaktere
darzustellen. So setzte Weber phantasievoll, mit intensivem physiognomischem Studium
und feinem psychologischem Gespür für die betreffende Situation zahlreiche Partien ins
Bild: Maria Theresia und der Alte Fritz spielen um territorialen Besitz: Das
Blatt bezieht sich entweder auf den Verlust Schlesiens oder auf die erste Teilung Polens
(1772), bei der Galizien an Österreich fiel. Friedrich der Große äußerte sich über
die unzufriedene Kaiserin: "Sie weinte, aber sie nahm." Napoleon spielt
gegen den russischen Winter, dem er seine entscheidende Niederlage im Rußland-Feldzug
1812 verdankte. Kaiser Wilhelm II. sitzt den damals noch von ihm als suspekt
angesehenen Sozialdemokraten gegenüber, die er als "vaterlandslose Gesellen"
bezeichnete. |
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