Schachspieler



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Maria Theresia
und der Alte Fritz
1967
Napoleon und
der russische Winter
1975
Wilhelm II. und die
vaterlandslosen Gesellen
1977
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Don Quijote und
Sancho Pansa
1976
Fuchs
und Narr
1937
Doppelbock
und Orangeade
1976


Das Motiv der Schachspieler hat Weber über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder aufgegriffen und zu einem "Schachspiel der Weltgeschichte" (G. Nicolin) ständig neu variiert. Schach - das ist Spiel, aber auch Kampf; ein Messen der geistigen Kräfte, das geeignet ist, dialektische Gegensätze anschaulich zu machen. Dem Künstler bietet sich die Möglichkeit, die verschiedensten Typen und Charaktere darzustellen.

So setzte Weber phantasievoll, mit intensivem physiognomischem Studium und feinem psychologischem Gespür für die betreffende Situation zahlreiche Partien ins Bild: Maria Theresia und der Alte Fritz spielen um territorialen Besitz: Das Blatt bezieht sich entweder auf den Verlust Schlesiens oder auf die erste Teilung Polens (1772), bei der Galizien an Österreich fiel. Friedrich der Große äußerte sich über die unzufriedene Kaiserin: "Sie weinte, aber sie nahm." Napoleon spielt gegen den russischen Winter, dem er seine entscheidende Niederlage im Rußland-Feldzug 1812 verdankte. Kaiser Wilhelm II. sitzt den damals noch von ihm als suspekt angesehenen Sozialdemokraten gegenüber, die er als "vaterlandslose Gesellen" bezeichnete.

Zu historischen Paarungen treten literarische (Don Quijote und Sancho Pansa), satirische und allegorische.

Die Idee zu einem Zyklus von Schachspielern kam Weber während seiner Gefangenschaft unter den Nationalsozialisten 1937 im Nürnberger Gefängnis. Eine Zeichnung, die Fuchs und Narr beim Spiel zeigt und die Weber auf den 7.12. 1937 datierte, versah er mit dem Arbeitstitel der Folge: "Komm - wir spielen ein Partiechen". Die meisten der damals entstandenen Federzeichnungen hat Weber später lithographiert, wobei die Blätter - für den Künstler ungewöhnlich - häufig koloriert wurden.



Das Werk A. P. Webers

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